Wortgewaltig 2020: die Macht der Medien

Fakt und Fake

(pm) Mit der neuen Medienmacht beschäftigt sich der Tübinger Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen am 1. April 2020 im Rahmen der Reihe wortgewaltig: Literatur, Musik, Meinungen.

Fakten und Fakes im digitalen Zeitalter sind das Thema des Referenten. Dabei geht es ihm um Orientierung in der Medienlandschaft, um Wissen und letztlich auch um Strategien für die Mediennutzer. Die Veranstaltung im Rathaus Aalen beginnt um 19 Uhr.

Die Reihe wortgewaltig beschäftigt sich traditionell auch mit Medien. Denn Christian Friedrich Daniel Schubart, dem die Reihe gewidmet ist, war auch Journalist und Publizist und Herausgeber der „Teutschen Chronik.“

Nach Veranstaltungen mit namhaften Journalisten wie Thomas Rot, Hans Leyendecker oder Jörg Armbruster geht es in diesem Jahr um digitale Welten. Prof.  Pörksen richtet den Augenmerk auf die Gegenwart und sucht Antworten auf folgende Fragen: Wo liegen die Ursachen der erlebbaren Fraglichkeit des Wissens und einer spürbaren Wahrheits- und Vertrauenskrise? Wie entstehen Meinungen in einer vernetzten, hochgradig nervösen Welt? Der Professor für Medienwissenschaft analysiert anschaulich und konkret die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und zeigt, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht unter den aktuellen Medienbedingungen verändern.

 

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er erforscht die Macht der öffentlichen Empörung und die Zukunft der Reputation und veröffentlicht – neben wissenschaftlichen Aufsätzen – Essays und Kommentare in vielen Zeitungen. Seine Bücher mit dem Philosophen Heinz von Foerster („Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“) und dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun („Kommunikation als Lebenskunst“) wurden Bestseller. Im Jahre 2008 wurde Bernhard Pörksen zum „Professor des Jahres“ gewählt. 2018 erschien sein aktuelles Buch: „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“. Kürzlich publizierte er sein aktuelles Buch „Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik“ gemeinsam mit dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun.

 

Karten für den Vortrag gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information Aalen, Reichsstädter Straße 1, Tel: 07361/522358 oder unter www.reservix.de

Foto: Peter-Andreas Hassiepen

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Aalener Kulturjournal