ABBA-Mania mit ABBA GOLD in der Aalener Stadthalle

„I have a Dream“

"ABBA" in der Aalener Stadthalle! Sicherlich ein Jahrhundertereignis für die Stadt, stünde nicht hinter dem Bandnamen "Gold". Das Anhängsel verweist darauf, nicht die einstigen Paradiesvögel der Popkultur wollen für flotte Unterhaltung sorgen, sondern eine Coverband, deren Mitglieder aus England, Schottland und Deutschland kommen. Auch wenn die „ABBA-Mania“ nachgelassen hat, funktioniert der Pop der 70er Jahre immer noch bestens, so dass sich die Aalener Stadthalle im Handumdrehen in eine Superdisco verwandelt.

Über vier Jahrzehnte (!) sind mittlerweile vergangen, doch die Musik der schwedischen Gruppe ABBA steht noch immer im Zenit des Schlagerhimmels. Es ist die leichte Kompositionsprise, die den eingängigen Melodien, den gut verständlichen, gelegentlich auch nachdenklichen Texten  ihren grandiosen wie anhaltenden Erfolg beschert. Die Musik der Gruppe „ABBA“ braucht deshalb keine Revivals, da „ABBA“ nach wie vor topaktuell ist. In der  Stadthalle zeigte sich über Generationen hinweg: Zu „Mamma Mia“, „Dancing Queen“ und „Money, Money, Money“  wippten, tanzten und sangen Teenies, Twens und „Oldies“.

Das Alter spielt auch bei „Gimme! Gimme! Gimme!“ keine Rolle, nur die Begeisterung zählt. Dass dies auch in solch gecoverter Version erfolgreich ist, darf sich das Musikprojekt „ABBA Gold“ zugute schreiben. Bassist und Drummer im Hintergrund, die Doubles von Frida, Agnetha, Benny und Björn im Scheinwerferlicht mit toller Musik und Gesang, wie es das ABBA-Original nicht besser hätte besser singen können. Wobei Authentizität eben nicht zu 100 Prozent gewünscht war, wie insbesondere das Stimmentimbre der Sängerinnen verdeutlicht. Dennoch, für manch begeisterten Fan stand ABBA auf der Bühne und Gänsehaut-Feeling war somit Pflicht bei so viel „Winner takes it all“ und „One of us“. 

Das liegt sicherlich am glasklaren Gesang, der noch immer jene durchdringende Faszination ausübt, die das Original-Quartett einst so berühmt gemacht hat. Und dass 70er-Jahre-Klamotten wie Schlaghose und Mini einfach mit dazu gehören, versteht sich. Überhaupt: "ABBA Gold" ließ die Glitzerwelt des 1970er-Jahre-Pops möglichst wirklichkeitsgetreu auferstehen. Mit allem, was dazu gehört:  Flammende Scheinwerfer, blitzende Stroboskope, Glitter und Flitter. Um es nicht zu vergessen: Auch das Eintauchen in kunterbuntes Licht beim romantisch bezirzendem „Fernando“ und „I have a Dream“. 

Alles sollte bei dieser musikalischen Zeitreise den vier Schweden so nah wie nötig/möglich sein. Allerdings, in den zurückliegenden Jahrzehnten entstandene eventuelle Gedächtnislücken schloss die Show mit Texteinspielung á la Karaoke. Da musste man doch einfach "I believe in angels / When I know the time is right for me" mitsingen und mitschunkeln. Mit nachhaltigem Erfolg, denn nach dem Konzert fühlten sich alle in ihrer Überzeugung bestärkt, ob zu Disco-Fox trippeln oder sich bei Schmusesongs in Stehblues-Manier wiegen, ABBA ist und bleibt das Idealrezept für Herz und Seele. 

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Aalener Kulturjournal