Nachlese zur Ausstellung im alten Gaswerk 

30 Jahre Kunst und Goldschmiededesign im Aalener Langert

Beim alten Gaswerk feierten die Galerie Zaiß und die Schmuckdesignerinnen Marietta Kubella und Ulrike Eckstein ihr jeweils 30jähriges "Firmen"-Jubiläum. Auch wenn das zugegebenermaßen noch kein Schwabenalter ist, so können sich doch drei Jahrzehnte durchaus sehen lassen, zumal die Galerie Zaiß, die letzte privat betriebene Kunstgalerie in Aalen ist. So manche Galerieinitiative musste in der Vergangenheit die Segel streichen, bei Sigi und Werner Zaiß hingegen machte sich die kontinuierliche und zielgerichtete Arbeit bemerkbar. 

Anfänglich noch im Nördlichen Stadtgraben beheimatet, begann die intensive Galerietätigkeit nach dem Umzug in die Aalener Langertstraße. Hier fand 1990 auch die erste große Ausstellung statt. Die bekanntesten Namen von damals: Hannes Münz,  Helmut Schuster, Raymond Waydelich und Tomi Ungerer. Die Kunstfreunde aus der Region nahmen das Ausstellungsangebot positiv auf, so dass sich bald ein fester Kreis bildete, mit dem die Galeristen bei ihren sonntäglichen Vernissagen immer rechnen konnten.

Ab und an verließen Sigi und Werner Zaiß ihre angestammten Galerieräume, um beispielsweise auf der Kapfenburg oder in der jüngeren Vergangenheit auf Schloss Fachsenfeld auszustellen. Neue Künstler kamen hinzu wie Werner Lehmann, Reinhold Nägele, Albrecht Briz, Mark Felten, Paul Groll, Rainer Herold, Max Peter Häring, Klaus Joas, Hannelore Weitbrecht, Helmut Anton Zirkelbach und der Gmünder Kunstprofessor Albert Vogel. Mit der Teilnahme an der Kunstmesse "art karlsruhe" erschloss sich die Galerie Zaiß einen internationalen Kundenkreis.

Gegenüber der Galerie Zaiß befindet sich ebenfalls seit 30 Jahren das Schmuckatelier von Marietta Kubella und Ulrike Eckstein. Deren Schwerpunkt: Goldschmiedekunst. Ihre Erzeugnisse: mehr als nur kunsthandwerklicher Schmuck. Den Beiden geht es um Artefakte, um Unikate, die nach eigenem Bekunden einen unmittelbaren Bezug zu Emotionen und Geschichten haben - der Stoff, aus dem höchst persönliche Schmuckträume sind. Während Marietta Kubella immer auf der Suche nach neuen Materialien ist, von Zelluloid über Porzellan bis hin zum Superwerkstoff Carbon, spezialisierte sich Ulrike Eckstein unter anderem auf traditionsreiches Emaille.

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Aalener Kulturjournal