Der Schlussakkord des Aalener Jazzfests  

Nina Attal - rockiges Kraftbündel im Quadrat

Die Ehrung des Jazzfestmachers Ingo Hug ist vorbei, sein silberner Orden verpackt, die vielen Ehrengäste haben sich in die Lounge gegenüber verzogen. Die Bühne  wird umgebaut, denn noch steht an diesem Abend ein Musikevent an. Ein bemerkenswertes, so bemerkenswert wie die Künstlerin, die schon einmal Mikro und Verstärker ausprobiert. Damit alles sitzt, wenn Nina Attal loslegt. Nur ein Wimpernschlag später ist sie zurück, strahlt ins Publikum, plaudert, während sie kurz über die Saiten ihrer Gitarre streicht. Irgendwo geschätzte 1,50 und 1,60 Meter "klein", aber eine Stimme wie eine 

Große. Apropos Stimme:  Gefühlt klingt Nina Attal ein wenig nach ihrer amerikanischen Sangeskollegin Melanie. Das kann sich mal energisch, aber auch einmal melancholisch  anhören. Wie ihr Gitarrenspiel, bei dem sie sich sowohl Juliane Werdings "Stimmen im Wind" angleichen kann, wie auch Jimi Hendrix´ "Freedom" - grob gesagt. Sicher ist, mit Nina Attal steht ein musikalisches Energiebündel auf der Bühne, die hüpft und springt, die Gitarre hochreißt oder sich mit ihr weit vornüberbeugt. 

Virtuos spielt sie darauf "Schmeißt sie in die Hölle",  selbstredend mit "Put them to Hell" auf Englisch oder auch friedlicher mit "Somebody to love".  Den Sound samt Groove hätte wohl kaum einer von einer so jungen Künstlerin erwartet, zumal - nicht nur im Nachhall - alles so überaus funkig, rockig, kraftvoll und doch so poetisch rüberkommt. Der ideale Schlussakkord des 26. Aalener Jazzfestes!

 

Nachwort:  Nicht ganz, denn am 20. November (20.15 Uhr) kommt noch Max Giesinger in die Stadthalle

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Aalener Kulturjournal