Aalener Jazzfest: Pimpy Panda

Party-Jazz mit Soul-Feeling

Kaum sind die Nighthawks in die Nacht ausgeschwärmt, übernimmt eine achtköpfige Formation das Ruder auf der Bühne: Pimpy Panda. Die Gruppe ist den Aalenern vom vergangenen Jazzfest noch wohlbekannt. Musikalisch sind sie freilich kein Vergleich zu den rockigen Nighthawks, dafür steht die Band für Partylaune, hippe Retromusik,  Spielwitz und Können. Schlicht gesagt: Pimpy Banda sorgen mit dem ersten Beat für Stimmung. Nicht für einen Knaller, sondern für eine recht wohltuende in dieser grauen Novemberzeit, zumal der differenzierte Wohlklang sich so zweckvoll  gen Funk und Soul entwickelt, beides zu einem Mix unbekümmerter Rhythmen formt, in dem sich Pop-Einsprengsel ebenso finden wie  Jazz-Momente.

„You are the best part of me" - da dürfen einige wenige mutige Zuhörer das Tanzbein schwingen, die schüchternen die Hüften. Das Unterhaltsame an dieser Musik sind die unsteten Tempi. Mal eilends, mal im Slow-Motion-Betrieb geht es durchs Programm, dem die unterschiedlichen Sänger der Band immer eine neue Richtung geben, allen voran  Soulstimme Lotti Epp, die mit Nico Gomez gerne auch ein Duett zum besten gibt. Beide bilden im kunterbunten Scheinwerferlicht den Dreh- und Angelpunkt des Pimpy-Panda-Sounds, der sich nach anfänglichem Blues und Soul nach und nach zu Rockigem und Funkigem entwickelt. Musik, die keinen Kniefall vor irgendwelchen Jazzgrößen macht, aber unmittelbar für gute Laune sorgt, sprudelnd heiter aus den Boxen rauscht, das Publikum mitnimmt. Einfach für tolle Stimmung sorgt.

 

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Aalener Kulturjournal