Interview mit Juliane Beck

"Einen großen Kinofilm zu schneiden wäre ziemlich Klasse!"

Waren Sie in ganz jungen Jahren eine fleißige Kinogängerin?

Damals bin ich nicht so oft ins Kino gegangen. Eigentlich nur zwei- bis dreimal im Jahr.

 

Und wie kamen Sie dann auf die Idee, als Regisseurin zum Film zu gehen?

In meinem Studiengang Multimedia und Kommunikation an der Hochschule Ansbach habe ich die Schwerpunkte Film und Journalismus gewählt. Im Schwerpunkt Film war es die Aufgabe im fünften Semester ein Drehbuch zu schreiben. Im sechsten Semester plant man alles für die Verfilmung und meine Obliegenheit war dann auch, selbst Regie zu führen. Die Richtung Film interessiert mich aber schon länger, vor allem der Schnitt. Das Faszinierendste daran ist, aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes zu schaffen.

Was macht man denn während eines solchen Studiums?

Der Studiengang Multimedia und Kommunikation ist sehr breit gefächert. In den ersten beiden Semestern lernt man die Grundlagen von Film, Journalismus, Animation, Grafik, Fotografie, Audio, Informationstechnik und Programmieren. Später spezialisiert man sich in eine Richtung und im fünften Semester wählt man zwei Schwerpunkte. Ich habe also während meines Studiums schon einiges gemacht, wie TV-Beiträge, Imagefilme, Filmvertonung, Plakate und Crossmedia-Kampagnen. Und jetzt das größte Projekt: mein erster eigener Kurzfilm!

Ist das "nur" erlernbare Technik oder bedarf es jeder Menge Kreativität? Oder beides?

Ich denke um ein gewisses Maß an Qualität und Professionalität seiner Werke zu erreichen, ist ein gutes Handwerk unerlässlich. Aber meiner Meinung nach gehört in der Filmbranche Kreativität auf jeden Fall auch dazu. Ich denke eine gesunde Mischung aus beidem ist sehr hilfreich! 

Wie geht es nach dem Abschluss weiter?

 Ich möchte auf jeden Fall zum Schnitt. Vermutlich zum Film, wobei mich das Fernsehen auch sehr reizt. Gerne auch beides. Beim Fernsehen habe ich bereits Erfahrungen sammeln dürfen. Ich habe ein sechsmonatiges Praktikum beim SWR Fernsehen als Kameraassistentin gemacht, was mir wirklich gut gefallen hat. Aber vielleicht geht es nach dem Studium auch erst mal auf Reisen, denn Erfahrungen kann man nämlich nie genug sammeln.

 

Ist "Taktlos" Ihr komplett eigener Film?

"Taktlos" ist mein selbst produzierter Film. Ich bin die Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin und Cutterin. Aber so einen Film kann man natürlich nicht alleine auf die Beine stellen. Ich hatte ein rund 20-köpfiges Team, das mich super unterstützte: Kameramann, Aufnahmeleitung, Tonmeister, Beleuchter, Kostüm und was sonst noch alles dazu gehört. Und natürlich professionelle Schauspieler, die zum größten Teil schon Auftritte in Film- und Fernsehproduktionen hatten.

 

Worum geht es in "Taktlos"?

In meinem Film geht es um die 22-jährige Emma. Sie ist eine begabte Pianistin und möchte in New York Klavier studieren. Ihr Vater jedoch hält nichts von Musik und will, dass seine Tochter bei ihm in der Firma einsteigt. Emma hat zwar BWL studiert, möchte aber am liebsten ihren eigenen Weg gehen. Ein Konflikt entsteht und Emma muss eine Entscheidung treffen.

Nach Ihrem Abschluss: Wovon träumen Sie?

Ich würde gerne zu einer Film- oder Fernsehproduktionsfirma gehen und dort bei großen Produktionen mitwirken. Einen Kinofilm zu schneiden wäre nämlich ziemlich Klasse.

 

Träumen Sie auch ein wenig von Hollywood?

Von Hollywood träumt ja jeder gerne, doch mir gefällt es in Deutschland und sehe hier auch meine berufliche Zukunft.

KurzFilmSonntag

 

Kommenden Sonntag, 19. November (11 Uhr),  Kinopark Aalen

Eintritt frei - Spende erbeten

 

 

 

 

Mehr zum Film unter :

 

https://www.aalener-kulturjournal.de/theater-musik-kunst/juliane-beck-kurzfilm/

 
und unter 

 

https://www.facebook.com/taktlos.kurzfilm/

 

FOTOS: Christina Daut

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