Aalen wird zum Mittelpunkt des Breakdances

In den Anfängen war es ein Tanz für die Straße, heute findet man ihn fast überall. Und jetzt soll er gar olympische Disziplin werden: der Breakdance.  Afroamerikanische Jugendliche sollen ihn irgendwann in den 1980er Jahren auf der Basis von Pop-, Funk- und Hip-Hop-Rhythmen entwickelt haben. Die Spontaneität der Tanzfiguren gehört freilich längst der Vergangenheit an, längst fordert Breakdance mehr, vor allem Konzentration und Disziplin gepaart mit durchaus athletischen Fähigkeiten. Soweit Routine für Roman Proskurin, sozusagen der Kurator von „Keraamika’s House of Dance“, der urbanen Show & Tanzschule.  "Wir sind richtig stolz darauf, am kommenden Sonntag (24. März) Ausrichter der `German Breaking Championship 2019´, der Vorentscheid für den neu eingerichteten  `World Breaking Championship 2019´ des Sportverbands World Dance Sport Federations in Nanjing in China, zu sein."

Ein so bedeutendes Ereignis auf der Ostalb braucht selbstredend einen geeigneten Ort, doch nicht das Fußballstadion soll es sein, sondern das Safe Motodrom auf dem ehemaligen Aalener Ostertag-Gelände. Räume mit Industriecharme, Hip Hop und Breakdance - das passt bestens zusammen, weshalb die Tanzschule Keraamika seit kurzem hier eingezogen ist. „Das hier wird unsere Basisstation für künftige eigene Veranstaltungen und Wettbewerbe. Und wir geben hier Kurse für Schüler.“

Doch noch ist es nicht soweit, noch sind Handwerker in dem 300 Quadratmeter großen Übungssaal und einem 70 Quadratmeter großen Nebenraum zugange. Nicht zu klein bemessen, denn 13 Keraamika-Tanzlehrer unterrichten mittlerweile rund 500 Schüler.

Dass diese nun eventuell potentielle Olympioniken sind, liegt daran, dass Breakdance seit vergangenem Jahr erstmals zu den Olympischen Jugend-Spielen in Buenos Aires zugelassen wurden. Ein toller Erfolg fürs Breaking (Breakdance) findet Roman Proskurin. "Noch toller ist aber, dass die neue Disziplin bei den Pariser Spielen in fünf Jahren vollständig olympisch werden soll."

Allerdings fehlt es hinten und vorne noch an den notwendigen Strukturen. Auf der Suche nach einem Ausrichter, der den ersten deutschen Vorentscheid unter dem Dach des Olympischen Komitees ausrichtet, sei der Verband World Dance Sport Federations auf Keraamika zugekommen, weil eben die Tanzschule längst internationale Berühmtheit erlangt.

Das liegt nicht zuletzt an Roman Proskurin, der  bereits in jungen Jahren mit dem Breakdance begonnen hat. Der in Freiburg aufgewachsene Tänzer lebt inzwischen in Ellwangen. Als Solo-Breaker heimste er in den zurückliegenden Jahren bei internationalen Wettbewerben mehrere Titel ein. Auch mit Keraamika ist er seit sieben Jahren unterwegs zu Meisterschaften auf regionaler, landesweiter, europäischer und internationaler Ebene. Im Ergebnis höchst hilfreich, um Kontakte zur Szene zu knüpfen. Nicht zuletzt diesem Networking verdankt Keraamika den Zuschlag zum Ausrichten des Vorentscheid im Safe Motodrom.

Roman Proskurin rechnet mit etwa 50 männlichen und 30 weiblichen Breakern, die sich der fünfköpfigen Jury stellen werden. Die Anmeldungen für den Wettbewerb am 24. März, laufen allerdings noch. Die Entscheidung wird relativ einfach sein: Nach einer gemeinsamen Vorrunde folgt ein K-O-System, an dessen Ende die zwei Finalisten und zwei Finalistinnen stehen, die dann nach China fliegen. Die Veranstaltung bietet für die Zuschauer neben dem wichtigen Wettbewerb auch etwas fürs Auge: Großartige Tänzer aus Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, Berlin und Osnabrück werden eine ebensolche Show abliefern.

INFO

 

Sonntag, 24. März 2019

 

GRAND OPENING! HOD 2.0

Keraamika's House of Dance

Ulmerstaße 45, Aalen

(SAFE Motodrom)

Einlass ab 14 Uhr! Eintritt frei


Eröffnung der neuen Räume

Programm mit Schnupperkursen, Unterhaltung, Foto-Corner

GERMAN BREAKING CHAMPIONSHIP 

 

24. März 2019

GERMAN BREAKING CHAMPIONSHIP 2019Keraamika's House of Dance

Offizielle Qualifikation zum Weltfinale in China!

 

Fotos: Keraamika, kul

 

 

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Aalener Kulturjournal