Sorbus aria

Echte Mehlbeere

Foto/Text: Uwe Lochstampfer

 

Die Mehlbeere wächst als hoher Strauch oder als Baum bis zu 15 m hoch. Sie trägt im späten Frühjahr weiße Blüten in doldigen Rispen. Die orangefarbigen bis roten Scheinfrüchte (die eigentliche Frucht befindet sich im inneren, umgeben vom Fruchtfleisch) reifen im Spätsommer bis Frühherbst heran. Die ovalen, derben Laubblätter sind an ihrer Unterseite grau bis weißfilzig, junge Blätter sind an ihrer Oberseite wollig behaart. Die Mehlbeere ist direkt verwandt mit der Eberesche. Weitere Arten sind die Berg-Mehlbeere (Sorbus mougeotii), die Schwedische oder Skandinavische Mehlbeere (Sorbus intermedia) und die Zwermispel-Eberesche (Sorbus chamaemespilus). Die Elsbeere (Sorbus torminalis) hat braune Beeren und im Herbst ein eindrucksvolles rotes Laub.
Die Mehlbeere wird als Zierbaum angepflanzt. Wild findet man sie in Wäldern und Gebüschen, allerdings nicht im Tiefland. Sie liebt locker-steinigen Lehm/Tonboden.
Die Beeren werden fälschlicherweise oft für giftig gehalten, sie sind allerdings als ungiftig einzustufen, auch wenn die Parasorbinsäure in den Früchten unter Umständen zu Darmreizungen führen könnte. Ihr Geschmack ist säuerlich-mehlig.
Die Mehlbeere wird in der Heilkunde nicht verwendet. Man kann die Früchte aber zu Gelees und Saft verarbeiten.
Der deutsche Name kommt sicherlich von den mehligen Beeren. Der botanische Gattungsname ist Sorbus und die alte lateinische Bezeichnung für Bäume dieser Gattung. Der Artname aria heißt soviel wie Mehlbeerbaum.

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Aalener Kulturjournal