Pflanze des Monats

Sumpfblutauge
Potentilla palustre

Das Sumpfblutauge oder Sumpf-Fingerkraut gehört botanisch zur Gattung der Fingerkräuter, mit wissenschaftlichem Namen Potentilla. Dies kann man gut an den Blättern erkennen, die bei vielen Fingerkräutern ähnlich aussehen. Früher wurde das Sumpfblutauge übrigens zur Gattung Comarum gerechnet. 
Das Sumpfblutauge braucht die Nässe, daher wächst es in kleinen Tümpel, an Teichen, in Mooren und Gräben sowie auf oft überschwemmten Böden. die Pflanze mag es kalkarm und sauer. Sumpfblutauge ist eher verstreut bis selten zu finden.
Die Pflanze wächst als Staude und wird 30 cm bis zu 1 Meter hoch.
Interessant ist die dunkelpurpurne Blüte. Die Früchte sind ähnlich der Erdbeere, allerdings nicht fleischig. Es handelt sich um sogenannte Scheinfrüchte. Das heißt, die eigentlichen Früchte, diese Nüsschen, wie man die Samen nennt, stecken im eigentlichen Fruchtfleisch. Die lösen sich, wenn die Frucht reif ist und werden durch das Wasser verbreitet.

Text und Foto: Uwe Lochstampfer; www.botanikus.de
 

Interview mit dem Fotografen Uwe Lochstampfer

 

Mit dem Sumpfblutauge startet die Reihe "Pflanze des Monats". Der  in Niedersachsen lebende Fotograf Uwe Lochstampfer stellt dazu Text und Bildmaterial zur Verfügung. Die Botanik hat er sich zum Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Seit 1998 betreibt er die Webseite www.botanikus.de, auf der er unter anderem eine umfangreiche Giftpflanzendatenbank bereitstellt. Gemeinsam mit seiner Frau Marina unterhält er überdies eine Bildagentur für Blütenpflanzen. In einem kleinen Interview haben wir ihn zu seiner Arbeit befragt.  

 

Was ist Botanikus?

Botanikus versteht sich als populär-wissenschaftliche Botanikseite, und ist somit nicht nur für botanische Laien sondern auch für Schüler, Auszubildende, Studenten und Fachleute eine wahre Fundgrube.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine solche Seite zu initiieren?

Ich beschäftige mich seit meinem 16. Lebensjahr mit heimischen Pflanzen und habe in den vergangenen Jahren verstärkt als freier Fotograf die Botanik zu meiner Schwerpunktarbeit gemacht.
Botanikus.de habe ich 1998 konzipiert, um das Wissen, das ich in den letzten Jahren ansammeln durfte, sowie die Bilder, die entstanden sind, einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

 

Finden sich für dieses Thema ausreichend Besucher auf Ihrer Seite ein?

Momentan hat botanikus.de jährlich 2,1 Million Besucher, mit steigender Tendenz und zählt damit zu den Top-Botanik-Seiten im deutschen Web.

 

Und was gibt es alles zu entdecken?

Botanikus stellt eine Bilder-Datenbank mit über 8000 Fotos und über 3400 Arten, Sorten und Hybriden zur Verfügung. In der Film-Datenbank können themenbezogene Pflanzenfilme und kurze Pflanzenportraits, alle kommentiert, angesehen werden.
Zudem gibt es viele Infos und Fotos über den wichtigen Bereich der Giftpflanzen sowie eine Datenbank zum Vergleich giftiger und ungiftiger Beeren und Früchte. Informationen zu Pflanzen, die für Tiere giftig sind, sind in die Giftpflanzentexte integriert und auf separaten Datenbanken abrufbar.

 

Von der Gift- zur Heilpflanze ist es bekanntlich nur eine Dosis weit entfernt. Nehmen Sie auch das populäre Thema Heilpflanzen in den Fokus?

Ich habe zahlreiche Heilpflanzenbeschreibungen mit aufgenommen Altes Wissen über Heilkräuter vermittelt zudem das einsehbare Kräuterbuch des Tabernaemontanus, eine Kräuterseite von www.kraeuter.ch

 

Eine letzte Frage: Können Ihre Bilder Vorlage für eine eigene Fotopirsch in die Pflanzenwelt sein?

Auch dafür habe ich gesorgt. Unter "Botanische Fototipps" gebe ich allen, die selbst gerne Pflanzen fotografieren möchten Tipps, wie gute Bilder geschossen werden können.  
 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Aalener Kulturjournal