Sommerausstellung auf Schloss Fachsenfeld

Natura e Figura

Solch eine Vernissage kann sich sehen lassen, war doch bei der Ausstellungseröffnung in Schloss Fachsenfeld alles top. Ohne Ausnahme! Das Wetter: grandios. Die Musik: hervorragend. Auch hier gibt´s eine Best-Garantie, wenn man die beiden Schwestern Vitaliya Fedosenko und Katharina Senkova an den Flügel bittet, um Maurice Moschkowskis "Spanischen Tänzen" vierhändig zu intonieren. Eine Musik, die Moschkowski als einer der bekanntesten Vertreter der Salonmusik des 19. Jahrhunderts so  zeitenthoben flüchtig wie spielerisch komponierte. Nicht zu vergessen, das Schlösschen derer zu Koenig-Fachsenfeld! Und es lohnt sich, über die in der Galerie des Schlosses ausgestellte Kunst zu reden, zumal die Exponate sich erstmals auch in den ehemaligen "Privaträumen" des Barons befinden. 

Der Stiftungsvorsitzende von Schloss Fachsenfeld, Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler, rühmte  die Kunstschau als gelungene Mischung aller in Fachsenfeld beheimateten Highlights: Technik, Philosophie und Kunst. Zu diesem Ausnahmetrio geselle sich die Natur, die den Freiherren so wichtig gewesen sei, dass sie das rund acht Hektar große Gelände Anfang des 19. Jahrhunderts in einen englischen Landschaftspark verwandelt haben. "Daraus entsteht ein unvergleichliches Spannungsverhältnis", erkannte OB Rentschler, der mit seiner Empfehlung, jeder solle den Park einmal intensiv erleben, genau richtig lag.

Zuvor stand allerdings die Kunst im Mittelpunkt, die vom Stiftungsgeschäftsführer Dr. Roland Schurig das zutreffende Etikett "Natura e Figura" bekam.  

Auch wenn Friedrich Schiller mit "Zu vieles Loben, weiß ich wohl, macht dem, der edel denkt, den Lober nur zuwider" vor selbigem warnt, muss doch einer erwähnt werden, nicht nur weil er viel Beifall erhielt, sondern seiner interessanten, umfassenden und fundierten Vernissagerede wegen. So manch ein Redner darf sich bei Hermann Schludi ein Scheibchen abschneiden. Einleuchtend seine Argumentation, anschaulich seine Beispiele und immer ganz nah an dieser ungewöhnlichen Kohärenz  von Natur und ihre Transformation in die Kunst. Die Sommerausstellung führe alle Facetten zu einem multiplen Gesamtkunstwerk zusammen, verspricht er und lüftet ein klein wenig den Schleier, der bis dahin noch über den Artefakten der Ausstellung liegt. 

Was da verborgen ist, sind hochwertige Zeichnungen, Malereien, Plastiken und Skulpturen aus vier Jahrhunderten kombiniert mit Figürlichem aus der Porzellan- und Fayencesammlung der Freiherren.

Dazu kommen Kleinplastiken, ausgestopfte Tiere, auf Holz gepinnte Schmetterlinge und andere Naturrelikte. Und wie wenn´s der kulturellen Kurzweil  nicht bereits schon genug wäre, bekommt die Ausstellung noch einen zeitgenössischen Beipack dazu: Bemerkenswerte Kunst aus Aalens Partnerstadt Cervia.  Vier Künstler schickten ihre Arbeiten über die Alpen nach Fachsenfeld: Paola Campidelli, Giovanni Fabbri, Marissa Zattini und Fulvio Penso.

Wer unter das alles einen Strich macht, wird bestätigen, diese Ausstellung ist ein Muss! Oder wie Hermann Schludi es formulierte: "Sie werden sich nicht langweilen."

Vorm Ausstellungsbesuch unbedingt lesen

Hermann Schludi: "Was hat ein Zehnender-Hirschgeweih mit Kunst zu tun?"

Vernissage-Rede von Hermann Schludi:

In der Tat ist ein Hirschgeweih nicht unbedingt das typische Exponat für eine Kunstschau.

Zumal Sie auf Schloß Fachsenfeld mit höchster Qualität verwöhnt werden. Aber, erstens steht diese Jagdtrophäe symbolisch für unser Thema: der Hirschkopf ist aufwändig und meisterhaft aus Holz geschnitzt und damit Figur; das Geweih selbst ist ein Stück Natur wie es echter nicht sein könnte.

Darüber hinaus werden Sie sehen, meine Damen und Herren, dass diese Ausstellung  weit über die reine Präsentation von Kunstwerken hinaus geht. Sie liefert nämlich auch Antworten auf die Fragen: Wie verändert sich das Verhältnis des Menschen zu Natur und Figur im Laufe der Jahrhunderte? Und: Wie gestaltet sich der Zugriff des Menschen im Hinblick auf die beiden Bereiche überhaupt?

 „Die Natur allein ist unendlich reich, und sie allein bildet den großen Künstler“, so hat Johann Wolfgang von Goethe die uns umgebende natürliche Welt charakterisiert. Und tatsächlich ist die Natur das große Faszinosum. Wir lieben ihren Formenreichtum, ihre Blütenpracht oder ihre Landschaftsformationen.

Die Natur weckt Emotionen in uns. Sie liefert uns Glücksmomente und sie erschreckt uns bisweilen mit ihrer zerstörerischen Urgewalt. Auf Schloss Fachsenfeld zeigte und zeigt  sie sich bis heute als stetiger Impulsgeber für Gestaltung und Innovation.

Die Natur repräsentiert zunächst das aus sich Geborene, das aus sich heraus Entstandene. Der Begriff Natur (lateinisch natura) stammt vom Verb nasci und bedeutet wörtlich „entstehen, geboren werden“.

 

Als Leitkategorie unserer Weltvorstellung bezeichnet sie im Allgemeinen das, was nicht vom Menschen geschaffen wurde, im Gegensatz zur (vom Menschen geschaffenen) Kultur. Man erlebt sie als einen Teil der Wirklichkeit, sei es als Landschaftsphänomen wie hier im Park, sei es als belebtes oder unbelebtes Phänomen.

Für lange Zeit galt die Natur in der westlichen Kulturgeschichte auch als „Feind“ des Menschen: Man empfand sie als Angst einflößend, voller Gefahren und Bedrohungen. Erst im Laufe der Aufklärungsepoche kippte die vorgenannte Gegenbewegung  in Richtung zur Verklärung der Natur in der Gesellschaft; wie in der Romantik, oder im Biedermeier. Im Klassizismus beispielsweise wurde sie vor allem als Vorbild fü Ästhetik und Harmonie betrachtet. Die Rolle des Menschen verlagerte sich von einem über der Natur stehenden zu der eines neben der Natur stehenden Betrachters. Mit dem Aufkeimen der Umweltbewegung im 20. Jahrhundert bekam der Mensch immer mehr die Rolle einer „Störgröße“ innerhalb der Naturphänomene zugeschrieben.

Die Natur steht deshalb nicht nur dem Wortsinn nach im Widerspruch zum Figürlichen, zur Figur, die das vom Menschen geschaffene repräsentiert. Etymologisch betrachtet kommt der Begriff vom Lateinischen „figurare“ was so viel wie: „darstellen, symbolisieren, bearbeiten, hervortreten“ bedeutet.

Man könnte als philosophisches Axiom folgern, dass sich die Kultur als Gegenbegriff zur Natur immer der Figur bedient. Das gilt durchaus auch im übertragenen und abstrakten Sinn, denn Figuren können auch fiktionale Literatur-, Theater-, oder Filmwesen sein; oder sogar mathematische Begrifflichkeiten verkörpern. Das englische Wort „figures“ kann auch „die mathematischen Zahlen“ bedeuten.

Die Figur ist deshalb als Phänomen nicht weniger faszinierend. Spiegelt sie doch über die Jahrhunderte die kulturell-künstlerischen Ansätze und Gestaltungsmittel mit denen der Mensch das Vorbild der Natur in der Gestalt von figurativen Abbildern sammelt, abbildet, kategorisiert, be- und verarbeitet; wie er es darstellt, imitiert, verfremdet, ja, sogar als Trophäe, als Mittel des Triumphes über die Natur gebraucht.(somit erklärt sich unser Zehnender in der Ausstellung).

Diese „figürliche“ Vielfalt charakterisiert unter anderem das Image von Schloss Fachsenfeld, da sich die hier ansässigen Barone einer großartigen Sammeltätigkeit befleißigten.

Die diesjährige Sommerausstellung führt alle diese Facetten zu einem multiplen Gesamtkunstwerk zusammen. Es erwarten Sie hochwertige Zeichnungen, Malereien, Plastiken und Skulpturen aus den letzten vier Jahrhunderten kombiniert mit Figürlichem aus der Porzellan und Fayencesammlung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie werden auch Kleinplastiken, Schmetterlinge, ausgestopfte Enten, Vögel, und andere Naturrelikte zu sehen bekommen. Sie werden sich also nicht langweilen.

Dieser Rückblick in die Jahrhunderte wird angereichert und konfrontiert mit zeitgenössischer Kunst aus Aalens Partnerstadt Cervia. Die vier italienischen Künstler und Künstlerinnen: Paola Campidelli, Giovanni Fabbri, Marisa Zattini und Fulvio Penso zeigen ihre Werke im ersten Stock des Schlossgebäudes im Zusammenklang mit den überlieferten Artefakten und dem historischen Ambiente.

Diese Ausstellung mit einer einzigartigen Kombination aus Geschichte und Gegenwart zeigt, wie sich die figurativen Gestaltungsansätze im Laufe der Jahrhunderte und der Traditionen verändern und in zündende und überraschende Natur- und Figurerlebnisse münden.

Vieles davon meine sehr verehrten Damen und Herren, haben Sie hier im Schloss vielleicht schon gesehen aber in dieser Deutlichkeit vermutlich noch nicht wahrgenommen.

Die Exponate sind in neue Zusammenhänge gesetzt. Damit gehen wir in dieser Ausstellung über die gewohnten ästhetischen Erlebnisse hinaus. Wir wollen zeigen, dass außerhalb der Kunst oder in verwandten Disziplinen ein ähnlicher Zugang zur Naturbewältigung unter figurativen Aspekten stattgefunden hat und im Übrigen immer noch stattfindet.

Paul Klee wusste um diese Tatsache und hat sie knapp und treffsicher in Worte gefasst. «Bewahre deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis.»

Es geht in dieser Kunstschau also um Ästhetik um ästhetische Erlebnisse im weiteren philosophischen und eigentlich ursprünglichen Sinne. Denn Ästhetik kommt vom griechischen „aísthēsis“. Und das bedeutet „Wahrnehmung und Empfindung“. Wir zeigen hier also wie der Mensch Natur empfindet, und wie er sie durch figürliche Gestaltung letztendlich zur Wahrnehmung aufbereitet.

Paul Cezanne hat diesen Zusammenhang im Jahr 1905 wie folgt formuliert:"Wir dürfen uns [...] nicht damit zufrieden geben, die schönen Formeln unserer erlauchten Vorgänger beizubehalten. Machen wir uns doch frei davon und studieren wir die schöne Natur, versuchen wir ihren Geist herauszuheben, suchen wir uns doch so auszudrücken, wie es unserem persönlichen Temperament entspricht. Im Übrigen, auch die Zeit und das Nachdenken verändern so nach und nach unser Sehen, und am Ende finden wir zum Verständnis."

Das hat sich diese Ausstellung zum Ziel gesetzt.

Unser Parforce-Ritt durch die vergangenen vier Jahrhunderte Kunst- und Wahrnehmungsgeschichte anhand Fachsenfelder Exponate beginnt für Sie mit Arbeiten aus dem 17. Jahrhundert, aus dem niederländischen „Goldenen Zeitalter“. Wobei sich typische Viktualien und Genrebilder präsentieren, die der späten Renaissance bzw. dem frühen Barock zugeordnet werden können. 

Er setzt sich fort mit hochbarocken Fayence- und Porzellanarbeiten, und mündet in italienisch angehauchten Rokoko-Putten, die vom in Rom geborenen und ausgebildeten Antonio Isopi geschaffen wurden. Herzog Carl Eugen hatte ihn um 1790 nach Stuttgart und Ludwigsburg geholt. Die 1752 von Johann Buchs gegründete Schrezheimer Fayencefabrik erlebte ihre Blütezeit 1775/85. Die Porzellan-Manufaktur-Ludwigsburg entstand 1758 per Dekret durch Herzog Carl Eugen.

Porzellan und Fayencen gehörten im 18. Jahrhundert zu jeder vornehmen Tafel. Sie waren ein begehrtes Sammelobjekt und verkörpern mit ihrer augentäuschenden Wirklichkeitsimitation den Wunsch ihrer Sammler sich die Naturformen repräsentativ und exklusiv als künstlerische Figur ins Haus zu holen.

Einen Schwerpunkt bilden Plastiken aus der Zeit des Klassizismus, der ein deutliches Gegenprogramm zur barocken Formensprache entwickelt. In diesem Bereich setzen Skulpturen und Plastiken von Philipp Jakob Scheffauer deutliche Akzente. In der Konfrontation mit den farbintensiven expressionistischen Gemälden von Paola Campidelli verdeutlichen sie eindringlich ihr ruhiges, klassisches Schönheitsideal.

Dieser konfrontative Streifzug durch die Epochen setzt sich aber auch in Malereien fort, die man dem Biedermeier und der Romantik zuordnen muss. Beide typisch deutschen Kunstströmungen haben sich lange in Koexistenz und parallel zum Klassizismus in Szene gesetzt. Beiden eigen waren die bürgerliche Attitüde und der Rückzug ins Private, ins Idyll und ins Idealtypische, welches effektvoll inszeniert wurde. Wobei in der Romantik ein großes Interesse an der Natur – in Verbindung mit einer gesteigerten Hinwendung zu Innerlichkeit und Gefühlen - erkenntnisleitend war.

So konkurrieren die Mischtechnik-Malereien von Giovanni Fabbri mit denen von Carl Martin von Ebersberg, dem berühmten deutschen Pferde- und Portraitmaler (1818- 1880), wie Paul Wilhelm Keller (1854-1920), der das realistisch  romantische Gemälde von der Gänseliesel beisteuert. Wie Ebersberg gehörte er in den Umkreis der bekannten Münchener Malschule.

Wie stark die Natur beispielweise auf ein Künstlerauge wirken kann, zeigen die Diptychen von Paola Campidelli aus unserer Partnerstadt Cervia: nach einem Besuch hier im Schlosspark war sie vom Seerosenteich so inspiriert, dass sie eine komplette Serie davon gemalt hat. Ein paar beeindruckende Beispiele haben wir für Sie ausgewählt und präsentieren sie hier immer in Blickrichtung Park gehängt.

Ihre expressive gestische Handschrift in Kombination mit Otto Reinigers impressionistischen Bildern und mit dem Blick auf den Teich im Park ergibt ein spannendes Seherlebnis.

Auch unser Hausimpressionist Hermann Pleuer erhält in dieser Kunstschau eine moderne italienische Künstlerpartnerin. Wir haben ihm nicht nur zwei große Figurenbilder von Paola Campidelli, sondern auch Arbeiten von Marisa Zattini zur Seite gestellt.

Marisa Zattini ist eine romagnolische  „Multifunktionskulturwaffe“ – sie ist Künstlerin, Architektin, Galeristin, Kunstkritikerin, Kuratorin und Herausgeberin einer der wichtigsten norditalienischen Kunstzeitschriften „ Graphie“.

Marisa Zattini präsentiert bei uns Tuschefederzeichnungen, die sie auf alte Handschriften aus dem 18. Jahrhundert eingeschrieben hat. Sie reagiert mit ihren Figurzeichen auf die antiken Briefe und nennt ihre so entstandenen Graphiken: “Mandragora“ oder „Trasmutazione“. Mandragora sind Alraunen also Nachtschattengewächse, aber Marisa Zattini gestaltet sie unter kulturgeschichtlichen mythologischen Aspekten. Denn die Alraune als giftige Heil- und Ritualpflanze galt wegen ihrer der menschlichen Figur ähnlichen Gestalt als Zaubermittel. Zattinis magische Zwitterwesen wurzeln im wahrsten Sinne des Wortes in den Inhalten der alten Handschriften und es erwachsen dabei  phantasievolle Mensch-, Tier- Pflanzengestalten, deren geheimnisvolle Figürlichkeit  - wenn man so will - die Nachtschattenseite der Natur verkörpern. In ihren „Trasmutazione“, das sind mit dem Tintendrucker auf polierte Aluminiumplatten gedruckte Bildnegative ihrer Zeichnungen, werden wiederum - im wörtlichen Sinne - ihre „alchemistischen Umformungen“ der Zeichnungen fast mit den Händen greifbar.

Dass auf der anderen Seite Hermann Pleuer die impressionistische  Sonnenseite gestaltet, bildet - so glauben wir - einen die Wahrnehmungssinne erhellenden Kontrast. Im Übrigen zeigt der vordere Galerieraum, dass Pleuer auch ein Meister der dunklen Töne sein kann.

Im ehemaligen Studentenzimmer der Barone, meine sehr geehrten Damen und Herren, da klingen die ganz leisen Natur- und Figurtöne an. Im gelassenen „Biedermeier Ambiente“ ermöglichen die mit Espressocafé – ja sie haben richtig  gehört- zart getupften Aquarelle von Fulvio Penso einen Blick auf Cervias Salinenlandschaft und sie können ihre dezente Tonigkeit im Einklang mit ihrem Umraum entfalten.

In den Arbeiten von Giovanni Fabbri, der in seinen Landschaftsbildern mit Sand vermischte Farbpigmente, also unbelebte Natur, zum Bestandteil seiner Bildfiguren macht, wird deutlich, dass „Natur“ nicht nur als Gegenbegriff zur „Figur“ gesehen werden kann, sondern auch ein Teil von ihr sein kann.

Auch in der zweiten Serie von Marisa Zattini, in der sie Tomatenpflänzchen, Minze und Rosen zu realen Bestandteilen ihrer Zeichnungsfiguren macht, also belebte Natur zur Figur macht, kann man erkennen wie eng die Zusammenhänge zwischen zwei vermeintlich so gegensätzlichen Kategorien sind oder sein können. 

Kurt Schwitters, der große DADA-Künstler und Theoretiker hat dies provokativ auf den Punkt gebracht. So provokativ wie wir diese Ausstellung geplant haben:

„Kunst ist für mich ein Ding, das aus seinen Gegebenheiten so selbstverständlich wächst, wie der Baum, das Tier, der Kristall. Kunst ist nie Nachahmung der Natur, sondern Kunst ist selbst Natur. Kunst ist stets Schaffen, kann also nie Nachahmung sein, besonders nicht Nachahmung der Kunst eines anderen; die so beliebte Imitation.“

Wenn Sie die Kunstschau unter dieser erweiterten Perspektive betrachten, wird deutlich dass künstlerisches Schaffen auch immer an erkenntnistheoretische und wahrnehmungsspezifische Faktoren gebunden ist. Also ganz viel über unsere jeweilige individuelle und historische Weltsicht verrät.

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Aalener Kulturjournal