Tonfabrik wird zum Tierreich

"Schade, leider ausverkauft!" Des einen Pech, des anderen Freud! Die Akteure des Aalener "Spielclubs 2" freuten sich jedenfalls riesig, dass ihre Premiere zu dem Stück "Das Tierreich" bereits im Vorfeld so schnell ausverkauft war. Kein Wunder, sind doch die jungen Schauspieler mit Feuereifer bei der Sache und außerdem nehmen sie einen ungewöhnlichen Spielort in Beschlag: Die Tonfabrik. Wo sonst heiße Rhythmen aus den Lautsprechern dröhnen, gehört nun die gesamte Diskothek dem Nachwuchs des Aalener Stadttheaters.  

Dabei nehmt sich das Autorenduo Michel Decar und Jakob Nolte in dem vor drei Jahren erstmals aufgeführten Stück des Themas Erwachsenwerden an. Eine bekanntermaßen heikle wie brisante Sache! Voll brennender Frage und aufwühlendem Gefühlschaos, wie Regisseur Marcus Krone verrät. Genau das Richtige für die zehn Mädchen und fünf Jungen des Spielclubs, liegen sie doch mit eigenen 13 bis 16 Jahren mitten in der Zielgruppe. „Dieses Stück passt also bestens", so Marcus Krone.

Die Handlung

In einer Kleinstadt brechen 21 Jugendliche mit entsprechend großen Erwartungen in die Sommerferien auf.  Mit dabei, all die Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste, die Jungendliche in diesem Alter eben haben. In schlaglichtartigen Szenen leuchtet „Das Tierreich“ die Welt der Jugend aus. Scheinbar banale Beobachtungen des Alltags gehören genauso dazu wie die großen Fragen des Erwachsenwerdens. Dabei liegen Komik und Tragik sehr nah beieinander. Die große Freiheit Sommerferien verlagert sich in Theaterproben zu Kleist und Rockmusik, Gruppendynamik liefert coole Mädchen, raue Jungs und erste Liebe - und einen Leopard-II-Kampfpanzer. Hört sich verrückt an? Wird es vermutlich auch werden.

 

Tonfabrik, Wermutströpfchen und Aufführungstermine

Der Spielclub geht erstmals in die Tonfabrik. Der Grund:  „Das Tierreich“ gehört zum soziokulturellen Projekts „Boulevard Ulmer Straße“. Deshalb wird die Disco in allen Winkeln zur Theaterbühne umfunktioniert. „So wollen wir den ganzen Raum bespielen und erkunden. Das Publikum zieht dabei von Station zu Station mit“, erklärt Markus Krone. Das Wermutströpfchen dieses Konzepts: Lediglich 40 Zuschauer können mit umherziehen. Dafür gibt es aber gleich mehrere Aufführungstermine: 2. Juni (17.00 und 19.30 Uhr), 23. Juni (18.00 Uhr), 14. und 15. Juli (19.00 Uhr). Premiere und die letzte Vorstellung sind bereits ausverkauft. Karten für die anderen Vorstellungen: E-Mail kasse@theateraalen.de und Telefon 07361 / 522600.

 

Die Schauspieler

Clara Brüggemann, Romy Kombartzky, Jule Necker, Sarah Peters, Lina Sahlmann, Benice Schnee, Rebecca Schriever, Emely Schwab, Ida Sturm, Lidia Wittek, Lucas Abele, Jasper Gerken, Merlin Seeling, Max Storer, Johannes Zeidler. Regie: Marcus Krone. Kostüme: Hanja Schneider.

 

FOTOS: Theater Aalen, kul

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Aalener Kulturjournal