Schubart-Literaturpreisträger Saša Stanišić liest aus „Herkunft“

Saša Stanišić, Schubart-Literaturpreisträger 2017, kommt nach Aalen. Am Mittwoch, 5. Juni 2019 liest er um 19 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses aus seinem neuen Roman „Herkunft“. Karten für 12 Euro gibt es ab sofort im Vorverkauf in der Tourist-Information Aalen, Telefon: 07361 52-2348 oder unter www.reservix.de.

 

2017 wurde Saša Stanišić für seinen Band „Der Fallensteller“ mit dem Schubart-Literaturpreis ausgezeichnet. Jetzt liest er in Aalen aus seinem, im März erscheinenden Roman „Herkunft“.

 

"Herkunft" ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. Saša Stanišić schreibt in seinem neuen Buch über seine Heimaten – in der Erinnerung und der Erfindung. Entstanden ist ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. „Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. Es ist zugleich ein Buch über den Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre.“

Saša Stanišićs Nachdenken über Herkunft ist ein Denken in Geschichten, ein Denken durch vereinfachende Zuschreibungen hindurch, die sie im Erzählen obsolet werden lassen, wenn wir einem Flößer, Bremser, einer Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat, einem bosnischen Polizist, der gern bestochen werden möchte, einem Wehrmachtssoldaten begegnen oder auf eine Grundschule für drei Schüler treffen. 1978 in Visegrad, Jugoslawien, geboren, lebt Saša Stanišić seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman "Wie der Soldat das Grammofon repariert" wurde in 31 Sprachen übersetzt und sein Roman "Vor dem Fest" wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Stanisić lebt und arbeitet in Hamburg.

 

Foto: copyright Katja Sämann

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Aalener Kulturjournal