Geistliche Konzerte mit Werken von Heinrich Schütz.

„In lectulo per noctes“

Mit einer hochkarätigen Besetzung werden am Freitag 15.11.2019 um 19 Uhr Geistliche Konzerte mit Werken von Heinrich Schütz in der Villa Stützel aufgeführt. „In lectulo per noctes“ lautet der Titel dieser Veranstaltung mit Sopranist Robert Crowe, der zusammen mit dem Münchener Andreas Pehl (Alt) und dem Augsburger Ensemble „Dulcisonantes“ auf der Bühne stehen wird. 

Seit über 25 Jahren arbeitet Robert Crowe als männlicher Sopran. Er ging als Gewinner der Metropolitan Opera Competition (1995) hervor und stand mit einem Repertoire von über 80 Rollen in Opern und dramatischen Oratorien auf Bühnen in Nordamerika, Indien und ganz Europa. 2017 hat Crowe sein Promotionsverfahren in Historischer Musikwissenschaft an der Boston University abgeschlossen. Zusammen mit Michael Eberth, der am Konzertabend die Truhenorgel spielen wird, produzierte er zwei Solo CDs beim „Hänssler Profil“ mit Musik von Claudio Monteverdi, Alessandro Grandi und Giacomo Carissimi (2008 und 2011). Im Jahr 2017 veröffentlichte Crowe The Complete 'Amen, Alleluia' Arias, HWV269-277' mit „Toccata Classics“. Zudem ist Crowe Künstlerischer Leiter für Kultur in der Villa Stützel.

Andreas Pehl (Alt) studierte Gesang in Leipzig. Pehl ist ein gefragter Interpret der großen Altpartien des Spätbarocks und arbeitet mit namenhaften Orchestern und Dirigenten in ganz Europa zusammen. CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit. Daneben arbeitet er als Autor und Sprecher für den Bayrischen Rundfunk. 

Das Augsburger Ensemble „Dulcisonantes“ war bereits zu Gast beim 1. Festival für Alte Musik Aalen (FAMA) im letzten Jahr. Die Bläsergruppe lässt die Zunft der Stadtpfeifer wiederaufleben, welche durch die Truhenorgel, gespielt von Michael Eberth, erweitert wird. 

Heinrich Schütz ist der vielleicht prominenteste Komponist aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Zwei Reisen nach Venedig prägten seinen Musikstil nachhaltig. Ob sich dabei der Domkapellmeister von San Marco in Venedig, Claudio Monteverdi, und Heinrich Schütz tatsächlich getroffen haben, ist ungewiss. Schütz hatte dort sicherlich viele weitere, inspirierende Musiker angetroffen. Aus diesem Grund sollte der daraus resultierende Einfluss auf die deutsche Musik nicht unterschätzt werden. Vertonungen lateinischer Texte aus dem Alten Testament und deutscher, protestantischer Texte bilden nur die Eckpfeiler. Das breite, zum Teil beinahe ökumenisch, anmutende Repertoire Schütz´ zeigt, dass dieser erste, verheerende Weltkrieg auf deutschem Boden, der zwar als Glaubenskrieg initiiert, aber letztlich in hohem Maße als Krieg vieler einzelner machtpolitischer und wirtschaftlicher Interessen angeheizt und am Brennen gehalten wurde, das Herz und die Emotionen der Menschen nicht zerstören konnte.

 

Info:
Beginn 19.00 Uhr, Einlass 18.30 Uhr
Villa Stützel, Ulmer Straße 116, 73431 Aalen 
www.villa-stuetzel.de

 

Tickets:
An allen bekannten Vorverkaufsstellen, www.reservix.de sowie unter 07361 8166777 
29,00 Euro / Schüler & Studenten ermäßigt 14,00 Euro / Kinder bis 12 Jahre frei

Foto: Robin Lambrecht

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Aalener Kulturjournal