Über 100 Mitwirkende beim Neujahrskonzert des Aalener Sinfonieorchesters  

Oper und Operette zum Neuen Jahr

(pm) Am 26. Januar um 11 Uhr konzertieren die Aalener Sinfoniker gemeinsam mit dem Konzertchor der Oratorienvereinigung in der Aalener Stadthalle. Das Neujahrskonzert 2020 steht ganz im Zeichen des Musiktheaters: Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ ist ebenso zu hören wie Guiseppe Verdis „Nabucco“ und Carl Zellers „Der Vogelhändler“. Mit dabei sind drei herausragende Gesangssolisten, die in Soloarien und Duetten auftreten. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

 

Orchester, Konzertchor und Gesangssolisten: Über 100 Mitwirkende gestalten das diesjährige Neujahrskonzert des Aalener Sinfonieorchesters. Das Konzert beginnt mit Auszügen aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“. Ihr ist es zu verdanken, dass

Weber heute als Vollender der deutschen romantischen Oper gilt: Insbesondere im „Freischütz“, den er von 1817 bis 1821 komponierte, zeigt sich neben einer gewissen Volkstümlichkeit die Aufgeschlossenheit gegenüber der Natur, beispielsweise in musikalischen Wald- oder Jagdmotiven: Der Jägersbursche Max ist vom Jagdpech verfolgt. Um die Tochter des Erbförsters, Agathe, für sich zu gewinnen, muss er beim Sternschießen den Meisterschuss abgeben. Dafür verbündet er sich mit dem Teufel Samiel. Die Ouvertüre, mit der die Musiker des Aalener Sinfonieorchesters das Neujahrskonzert eröffnen, beginnt mit verträumten Motiven, an die sich bald über Streicherklängen ein berührendes Hornthema anschließt.

Die Ouvertüre nimmt die wesentlichen Szenen der Oper vorweg, etwa dunkle und dämonische Stellen im bekannten „Samiel-Motiv“ und stürmisch-bewegte Jubelgesänge. Außer der Ouvertüre erklingen der Chor „Victoria, der Meister soll leben“, die Arie des Max „Nein, länger trag ich nicht die Qualen“, die Ariette von Ännchen „Kommt ein schlanker Bursch gegangen“ sowie der Chor „Schaut, o schaut, er traf die eigene Braut“.

Einen ganz anderen Klangcharakter bringt Giuseppe Verdis „Nabucco“. Der Stoff der Oper geht auf das Alte Testament zurück und stellt den Kontrast zwischen Unterdrückern und Unterdrückten in den Vordergrund. Die Ouvertüre nimmt wichtige Situationen der Oper voraus, zum Beispiel den Chor der Liebe zur Heimat und die Verdammung Ismaeles. So erklingt im Neujahrskonzert denn auch der Chor „E l’Assiria una regina“ sowie der wohl berühmteste Chor der Oper, der Gefangenenchor.

Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ wurde 1891 in Wien mit großem Erfolg uraufgeführt. Als sich der Kurfürst überraschend für einen Jagdbesuch ansagt, beginnt ein abwechslungsreiches Verwechslungsspiel, das ein glückliches und zugleich romantisches Ende findet. Im Neujahrskonzert sind beispielsweise die Nummern „Ich bin die Christel von der Post“, „Vivat hoch, vivat hoch“, „Haben Sie gehört“ sowie „Mir scheint, ich kenn Dich, spröde Fee – schau mir nur recht ins Gesicht“ zu hören.       

Die Gesangssolisten des Neujahrskonzerts sind die Sopranistin Julia Hinger, die Gesang mit Schwerpunkt Musiktheater in Saarbrücken studiert, der Tenor Daniel Fix, der bereits an der Komischen Oper in Berlin und der Stuttgarter Staatsoper gesungen hat, sowie der Tenor Johannes Leander Maas, der an der Musikhochschule Stuttgart studiert. Die Einstudierung des Konzertchors übernimmt Katja Trenkler, die Gesamtleitung hat Lea Ray. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

 

Über das Aalener Sinfonieorchester

Das Aalener Sinfonieorchester besteht aus musikbegeisterten Laien, Berufsmusikern und Schülern der Musikschule Aalen. Das Repertoire des Orchesters reicht vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts, wobei der Schwerpunkt auf sinfonischen Werken und Solokonzerten der Wiener Klassik und der Romantik liegt. Dirigentin des Neujahrskonzerts ist Lea Ray

 

Sonntag, 26.1.2020 (11 Uhr)  Neujahrskonzert

Stadthalle Aalen

Eintritt frei

 

Info: www.aalener-sinfonieorchester.de

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Aalener Kulturjournal