VR-Bank Kunstpreis und Inklusionspreis

Vielfalt muss sein

Menschen sind bekanntermaßen höchst unterschiedlich. Keiner gleicht dem anderen. Dennoch sind sie Gleiche unter Gleichen.  Das hätte bei der Ausstellung zur Verleihung des 15. VR-Bank Kunstpreises sowie des Inklusionspreises der Stadt Aalen und der VR-Bank das heimliche Motto sein können. Hier die Kunstprofessorin Cordula Güdemann, die diese Verschiedenheit in ihren Portraitbildern betont, ohne zu werten, und da die Schüler der Schwäbisch Haller Sonnenhofschule, die im inklusiven Miteinander vielfältige Formen von Kunst und Tanz präsentieren.

So kann denn auch Oberbürgermeister Thilo Rentschler zurecht von einer spannenden Ausstellung in der Rathausgalerie sprechen und zugleich von der Bestätigung, Kunst und Kultur fördere ein gedeihliches Zusammenleben.

In der Portraitmalerei der Kunstprofessorin sieht Aalens OB eine Herausforderung, gelte es doch unter den maskenhaften Darstellungen die wahre Identität dieser Portraitierten zu erkennen. Den Schülern der Sonnenbergschule bescheinigt er mit Blick auf deren Arbeiten, eine "hervorragende Truppe" zu sein.

Für den Vorsitzenden der VR-Bank Ostalb Kurt Abele beweise der Kunstpreis, wie beständig das Kulturleben in der Region sei und wie ideal dieser mit einem Inklusionspreis verknüpft werden könne. "Kunst besitzt eben die notwendige verbindende Kraft", so Abele, der das Engagement der VR-Bank wie folgt begründet: "Die Region liegt uns am Herzen. Deshalb wollen wir einen Beitrag leisten, um die Ostalb lebenswert zu erhalten."

Dazu ist es für ihn auch unerlässlich, das kreative Schaffen von Menschen mit Handicap öffentlich zu machen. Den hohen Stellenwert des Kunstunterrichts an der Haller Sonnenhofschule unterstrich Schulleiterin Doris Karabanov. In Arbeitsgemeinschaften könnten die Schüler ihre Talente einbringen.

Den Inklusionspreis gab es für das Gemeinschaftsprojekt "Tanz und Poesie" der Computer- und Tanz-AG. "Der Tanz als flüchtige Kunst wurde dabei fotografisch festgehalten und am PC verfremdet", erläutert die Schulleiterin. Das preisgekrönte Projekt ist für sie der Beleg, wie Vorteile und Chancen eines inklusiven Unterrichts optimal genutzt werden könnten.

Kunstpreise seien für Künstler eine erstrebenswerte Auszeichnung, stünden sie doch für die Anerkennung künstlerischer Arbeit, so Professorin Güdemann in ihrer Dankesrede.

 

Eine ausführliche Betrachtung folgt noch.

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Aalener Kulturjournal