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wortgewaltig 2021

Vielleicht - vielleicht auch nicht!

Elbtonal Percussion Foto: 2vista

Vielleicht ist diese Nachricht gar keine Nachricht, denn erst morgen Nachmittag entscheiden die Ministerpräsidenten in Berlin darüber, ob Läden und Kultur  wieder öffnen oder geschlossen bleiben. Spätestens dann ist klar, mit dem von der Stadt angepeiltem "Wumms" beginnt die Kultur wieder oder er verpufft folgenlos.

„Mit Wumms!“, wie Vizekanzler Olaf Scholz nachdrücklich den Weg aus der Coronakrise vorzeichnete, soll die Kultur zurückkommen.

 

Hier endet allerdings bereits der "Wumms", korriegiert doch das Presseamt der Stadt Aalen am 17. Februar:

"Das Aalener Kulturprogramm „wortgewaltig“ 2021 kann nicht, wie geplant am 1. März starten. Noch sind Live-Veranstaltungen nicht möglich. Da aber auch der Vortrag des Medienwissenschaftlers Prof. Bernhard Pörksen sehr stark von dem persönlichen Austausch, Begegnungen  und der Diskussion lebt, wird die Veranstaltung auf den 4. Oktober 2021 um 19.00 Uhr, im KUBAA verschoben.

Verlegt wird auch der Vortrag der ARD-Hörfunkkorrespondentin in der Türkei, Karin Senz. Der Mainzer Kabarettist Lars Reichow kommt in der nächsten Saison des Aalener Kleinkunst-Treffs am 8. Oktober 2021 in die Stadthalle. Und der Auftritt von Christian Brückner, „der Stimme“ mit dem Elbtonal-Percussion wird im Rahmen von wortgewaltig 2022 im März stattfinden.

Dank der Unterstützung von Neustart Kultur kann die Theatersatire „Cordoba“ am 15. April 2021 im KUBAA aufgeführt werden.

 Informationen zum Programm „wortgewaltig“  sind unter www.aalen.de/wortgewaltig zu finden. Auskunft erteilt auch das Amt für Kultur und Tourismus, Telefon 07361/521113."

 

 

Wortgewaltig 2021 startet, wenn es möglich sein wird, mit Musik, Literatur, Meinungen am 1. März im KUBAA. Fünfzehn Veranstaltungen gibt es bis zum 24. Juli, dem Höhepunkt der diesjährigen Schubart-Literaturpreisverleihung an Monika Helfer.

Den Auftakt macht am 1. März um 19 Uhr der Tübinger Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen. Sein Vortrag dreht sich um die Macht der Desinformation im digitalen Zeitalter. „Fakt und Fake“ so der Titel.

Im Literaturtreff am 2. März stellt der Leiter der Aalener Stadtbibliothek, Michael Steffel die Preisträgerinnen des Schubart-Literaturpreises 2021 vor: die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer und die Autorin und Schauspielerin Verena Güntner.

Karin Senz ist seit 2017 ARD-Korrespondentin in Istanbul für die Türkei, den Iran, Griechenland und Zypern. Die aus dem Ries stammende Journalistin berichtet am 9. März in einem bebilderten Vortrag „die zwei Gesichter der Türkei“ über ihre Arbeit. Sie erzählt Geschichten hinter den Nachrichten und bringt dem Publikum die andere, faszinierende Türkei, abseits von Erdogan und Antalya näher.

„Ich“ heißt das Programm des musikalischen Humanisten Lars Reichow. Am 12. März ist der wortgewaltige Mainzer Kabarettist im Rahmen des Kleinkunst-Treffs zu Gast in der Stadthalle Aalen. „Wir müssen lernen, mehr über uns selbst zu lachen und uns nicht so wichtig zu nehmen“, so sein Credo.

Am 18. März liest Christian Brückner, die Synchronstimme von Robert de Niro und Grimme-Preisträger, aus dem Klassiker der Weltliteratur „Moby Dick“. Musikalisch bebildert das Elbtonal Percussion  die Geschichte von Kapitän Ahab und seiner Jagd auf den weißen Wal. Perkussive spannungsgeladene Elemente stehen musikalischem Minimalismus gegenüber, der den Stillstand und die Ödnis auf dem Meer vergegenwärtigt.

 

„Tyll“ – Für den Erfolgsroman wurde Daniel Kehlmann 2019 mit dem Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen ausgezeichnet. Nun kommt der Roman in einer Aufführung des Euro-Studio Landgraf auf die Bühne. Am 23. März wird das Schelmenstück, eine Komödie mit Livemusik, in der Stadthalle Aalen aufgeführt.

 

Auch das geschriebene Wort, Papier und Papierkunst gehören zur Reihe „wortgewaltig“. Am 24. März ist Vernissage der Ausstellung in der Aalener Rathausgalerie. Gezeigt werden Brandbücher und Aschebücher von Hannes Möller. Anlass für die Werkreihen war der verheerende Brand 2004 in der Herzogin Amalia Bibliothek in Weimar.

Auch Erna Lindenbaur und Eckhard Froeschlin haben sich künstlerisch mit C.F. D. Schubart auseinandergesetzt. Ihr Ergebnis – ein Künstlerbuch mit Texten und Radierungen stellen die beiden Künstler am 28. März im Rahmen einer Matinee im KUBAA vor.

 

„Cordoba – Das Rückspiel“ ist eine Satire, die sich mit der Wende 1989 auseinandersetzt. In der Aufführung spielt Hans Piesbergen am 15. April im KUBAA allein über 20 Figuren in 15 verschiedenen Dialekten. Sprachgewaltig nimmt er alle aufs Korn: Wessis, Ossis, Ösis, aber auch Schwaben und Bayern bekommen ihr Fett ab.

 

Sehnsucht ist das Thema des lyrischen Spaziergangs über den St.-Johann-Friedhof am 28. April. Natascha Euteneier und Ermelinde Wudy rezitieren Gedichte verschiedenster Epochen zu den vielfältigen Spielarten der Sehnsucht.

 

Bereits mehrfach verschoben werden musste wegen der Pandemie der Abend mit Prof. Hermann Bausinger. Nun wird er am 20. Mai im KUBAA nachgeholt. In einer Lesung mit anschließendem Gespräch unterhalten sich Prof. Bausinger und Landtagspräsidentin Muhterem Aras über Heimat. Ein strapazierter wie umstrittener Begriff. Sie sprechen über Akzeptanz und Gefühle, über Verschiedenheiten und Zugehörigkeiten und über Zusammenhalt.

Das Kino am Kocher beteiligt sich mit einem Film, passend zum Schubart-Literaturpreis 2021 an der diesjährigen wortgewaltig-Reihe. Der Titel des Films steht wegen des langen Lockdowns noch nicht fest, gezeigt wird er am 14. Juli.

Anlässlich der Schubart-Preisverleihung zeigt die Jurorin, Literaturkritikerin und Autorin Verena Auffermann am 23. Juli fotografische Arbeiten in einer Ausstellung im Foyer des KUBAA. Ihre wachen „Blicke“ richtet Auffermann auf besondere Momente, die sie mit der Kamera festhält. Reisen sind ihr ebenso Inspiration wie Begegnungen mit Menschen und Bildender Kunst.

 

Und dann der Höhepunkt am 24. Juli: der Festakt zu Schubart-Literaturpreisverleihung 2021. Ausgezeichnet wird Monika Helfer für ihren Roman „Die Bagage“. Den Förderpreis der Kreissparkasse Ostalb erhält Verena Güntner für den Roman „Power“.

Am Sonntag, 25. Juli lesen beide Preisträgerinnen in einer Matinee aus ihren preisgekrönten Werken.

 

Karten für die Veranstaltungen sind bei der Tourist-Information Aalen telefonisch unter 07361 52-2358, Montag bis Donnerstag von 10 bis 14 Uhr oder unter www.reservix.de erhältlich.

 

Siehe oben: Weitere Informationen, kurzfristige Programmänderungen oder Verlegungen in Form von digitalen Angeboten werden in den Tageszeitungen und auf der Internetseite der Stadt Aalen unter www.aalen.de/wortgewaltig bekannt gegeben.

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Aalener Kulturjournal